Tagebuch unserer Konzertreise nach China                 zurück zur Übersicht

 


11. Oktober 2006

Jetzt wird es langsam aber sicher ernst. Nach langen Vorbereitungen sind wir beim Endspurt. Zur Zeit werden die Instrumente, die Kostüme, die Hüte, die Gastgeschenke und sonstige wichtige Dinge verpackt. 20 Kisten stehen uns zur Verfügung. Das erlaubte Gesamtgewicht darf 1290 kg nicht übersteigen. Warum gerade 1290 kg weiss kein Mensch. Zumindest wissen wir es nicht. Wurde uns vorgegeben. Das heißt, alles wird genau gewogen. Vergessen sollten wir allerdings auch nichts. Uns rauchen schon die Köpfe.

12. Oktober 2006

Es ist geschafft. Alles verpackt und das erlaubte Gesamtgewicht nicht erreicht. Glück gehabt. Morgen noch ein bischen und dann einen freien Samstag bevor es losgeht. Da nehmen wir uns dann Zeit noch ein gutes Schnitzel oder einen Rostbraten zu essen. Man weiß ja nie.

16. Oktober 2006

Der erste Eintrag ins Tagebuch aus Shanghai. Nach 3stündiger Busfahrt zum Flughafen Frankfurt, einem spannenden Einchecken mit unseren 19 Kisten darunter 6 Mülleimer -hervorragend geeignet für den Transport unserer Hüte- und einem 12stündigen Flug sind wir total erschöpft um 8.00 Uhr Ortszeit in Shanghai angekommen. Die Chinesen haben über unsere ungewöhnlichen Transportbehälter vornehm gelächelt und gleichzeitig ernst geguggt. Das können die. Für einen Stempel auf der Inhaltsliste haben wir anderthalb Stunden gewartet. Es ist nämlich einfach Dinge nach China einzuführen, aber diesen Stempel brauchen wir um alles wieder mitnehmen zu können. Da haben wir gerne gewartet. Ganz schön schlau die Chinesen. Weiter ging's mit dem Bus in die Stadt. Wir wurden natürlich abgeholt. Mit Bus für uns und LKW für die Kisten. Da fiel auch gleich der Spruch des Tages. Manne war's. Manne, mit grosser Flugangst zum ersten Mal geflogen, und dann gleich nach Shanghai sagt plötzlich während der Busfahrt. "Jetzt habe ich keine Flugangst mehr, ab sofort habe ich Angst vor dem Busfahren". Den Verkehr und die Bus- und Taxifahrer in Shanghai kann man nicht beschreiben. Das kann man nur erleben.

Im Hotel angekommen wurden wir auch schon von unserer Betreuerin Minghui Kong begrüßt. Dann gab's Frühstück-Mittagessen. Aufs Zimmer, schminken und anhäsen, mit dem Bus wieder auf abenteuerlichste Weise zum Festivalgelände und dann zuerst mal warten. Bei der Generalprobe gab's nur Stehen auf der Bühne. Wie sieht's am besten aus. Das war die Kardenalfrage des Regisseurs. Um 18.45 Uhr haben wir dann das Festival mit einem 15minütigen Auftritt eröffnet. Ein unglaubliches Erlebnis. Mit einem Abendessen beim Chinesen -wo sonst- endete der Tag. 44 Stunden fast ohne Schlaf.

17. Oktober 2006

Heute war unser erster von zwei freien Tagen. Stadtbesichtigung. Nach ausgiebigem, ungewöhnlichem aber sehr gutem Frühstück ging's mit dem Bus in den Stadtteil am Fluss mit den größten Hochhäusern. Gewaltig und unbeschreiblich. Dann zum Mittagessen in ein traditionelles Restaurant in der Altstadt Shanghais. Anschließend Besichtigung eines kleinen Teils der Altstadt im chinesischen Tempo -sauschnell-.

Heute gibt's keinen Spruch des Tages sondern den Noda-Biag'r des Tages. Die Noda-Biag'rin des Tages. Elena (11 Jahre). Sie handelte mit einem der vielen, vielen Straßenverkäufer um den Preis eines Füllers. So lange und hartnäckig bis sie ihn geschenkt bekam. Super!

Am Abend erlebten wir noch eine fantastische Schifffahrt auf dem Fluss mit wunderbarem Blick auf die Neue Stadt und die Alte Stadt. Zur Zeit sitzen wir noch an der Hotelbar beim chinesischen Bier. Soll sehr gut schmecken.

Morgen ist dann wieder spielen angesagt. Beeindruck von unserem gestrigen Auftritt bemüht sich scheinbar das chinesische Fernsehen bei der Festivalleitung um einen Interviewtermin mit uns.

18. Oktober 2006

Heute ging's rund in der Shanghaier Guggenkiste. Abfahrt vom Hotel gehäst und geschminkt um 9.15 Uhr, nur ein kurzes Stück in die Fußgängerzone zu einem sehr großen Platz mit Riesenbühne und Videoleinwänden. Für die kurze Strecke Fahrtzeit 1 Stunde. Nach Ansprache des Vize-Bürgermeisters und sonstigen Politikern hatten wir den Eröffnungsauftritt mit anschließendem Händeschütteln, Geschenkaustausch und Interviews. Die vier größten Fernsehsender Chinas übertrugen live das Geschehen. Nach unserem Auftritt war wildes Fotografieren angesagt. Die Chinesen uns, wir aber auch die Chinesen.

Dann Mittagessen, wo? - im McDonalds. Unterscheidet sich übrigens in keinster Weise von unseren McDonalds. Dann Busfahrt in eine kleinere Vorstadt von Shanghai. Klein nach chinesischen Verhältnissen. Aber immer noch drei mal größer als unsere größte Stadt in Deutschland. Dort fand eine Parade statt. Bei uns wäre das ein Umzug. Zwischen Tanz- und Kulturgruppen aus Neu-Seeland, Brasilien, Rumänien der Mongolei und noch weiteren Ländern ließen wir unsere Sambastücke erklingen. Die Strecke war nicht sehr lang, die Straße dafür sehr breit und wunderbar geschmückt und mit vielen Fernsehkameras bestückt. Wir hinterließen ein begeistertes Publikum. Die Shanghaier kennen jetzt auch den Ausruf "Helau" und riefen eifrig mit. Erschöpft und völlig durchnässt bei ungefähr 90% Luftfeuchtigkeit und Smog (jetzt wissen wir auch was Smog ist) ging's zurück ins Hotel. Nach ausgiebigem Duschen haben wir uns dann noch mit der U-Bahn ins Zentrum fahren lassen zum Bummeln und Einkaufen und mit 9 Taxis zurück.

19. Oktober 2006

Nach einem notwendigen freien Vormittag (ausschlafen, Häs wieder aufbereiten und sonstige kleine Dinge) ging's nach dem Mittagessen geschminkt aber in Zivilkleidung zu einer Altstadtbesichtigung in den Bezirk Nanhui südlich von Shanghai fast am Meer. Wir fahren immer mit zwei Bussen und einem Lastwagen, der Lastwagen hat die Instrumente und Kostüme geladen und mit dem zweiten Bus fährt die "St.Petersburg Balalajetschka Tanzgruppe". Dies ist eine Kinder- und Jugendtanzgruppe (zwischen 10 und 16 Jahren) aus St. Petersburg. Sie sind im gleichen Hotel wie wir untergebracht. Wir sind die 14 Tage gemeinsam auf Tournee und treten bei denselben Veranstaltungen auf. Momentan überlegen wir einen gemeinsamen Auftritt, wir musikalisch "Kalinka" und die Mädels und Jungs tänzerisch. Ein paar Kilometer vor dieser alten Stadt erwartete uns eine Polizeieskorte die uns dann schnell und ungehindert ans Ziel brachte. Am Ziel angekommen wurden wir nochmals erwartet. Diesmal von einer Horde Fotografen, Kameraleuten vieler Fernsehstationen und Reportern der Zeitungen aus Shanghai und Umgebung. Schon ein komisches Gefühl so im Mittelpunkt zu stehen. Aber wir sind jetzt dort die Exoten und die will man sehen. Die Stadtbesichtigung war höchst interessant aber auch etwas bedrückend wenn man sieht wie die Menschen dort leben. Die Fotografen und Kameraleute begleiteten uns während der gesamten Besichtigung. Jeder Schritt, jede Reaktion wurde aufgezeichnet, ständig musste man Interviews geben. Ganz spontan musste die Balalaika Gruppe einen Tanz in einem Innenhof ohne Musik vorführen. Wir klatschten dazu den Takt. Die Bevölkerung ist sehr zurückhaltend aber freundlich taut aber nach einer gewissen Zeit auf und macht sogar mit.

Weiter ging's wieder mit Polizeieskorte in einen neueren Teil dieses Bezirkes in ein sehr vornehmes Restaurant zum Abendessen. Auch hier waren alle Reporter usw. mit dabei. Das Essen ist übrigens hervorragend. Es gab noch kein einziges Gericht das nicht schmeckte. Gut, man weiß manchmal nicht genau was es ist. Egal, alles sieht gut aus und schmeckt ausgezeichnet. Keiner von uns hat bis jetzt ein Gericht verweigert.

Dann wurde es ernst. Die ganze Karawane mit der Polizei zum Festivalplatz dieses Bezirkes. Uns erwartete wieder eine große Bühne und viele, viele Zuschauer. Die Rückwand der Bühne bildete ein riesiges Transparent, links auf dem Transparent ein Gruppenbild von uns (mindestens 2 auf 5 Meter), rechts genauso groß, ein Bild der russischen Tanzgruppe und in der Mitte auf Chinesisch der Name des Festivals. Los geht's, der Regisseur rennt rum und teilt alles ein um es gleich wieder zu ändern. Bald war aber alles klar und es konnte losgehen. Zwei Ansprachen des Veranstalters, eine Ansprache mit Dolmetscher der Russen und eine Ansprache von mir ebenfalls mit Dolmetscher. Ich habe viele Grüße aus unserer Heimat überbracht und ein wenig über unsere Stadt erzählt. Nachdem ich die Einwohnerzahl genannt hatte ging ein nicht überhörbares Kichern durch die Reihen der Zuschauer. Die wundern sich wahrscheinlich warum wir Donzdorf als Stadt bezeichnen, bei der Größe. Dann wieder Händeschütteln, Geschenke austauschen. Unser Auftritt unter gleißendem Scheinwerferlicht eröffnete wieder diesen Abend. Das Publikum war begeistert. So etwas hatten die noch nie gesehen. Ohne viele Interviews und Antworten auf einzelne Fragen lies man uns nicht gehen. Anschließend folgte der herausragende Auftritt der russischen Tanzmädels- und Jungs. Einheimische Künstler auf seltsamen Instrumenten spielten wunderschöne Melodien. Auch ein Komikerpaar trat auf. Komiker auf Chinesisch, da muss man schon lachen ohne etwas zu verstehen. Inzwischen sind wir wieder im Hotel angekommen, die meisten schlafen schon, ich schreibe noch. Morgen haben wir einen komplett freien Tag. Ohne Führung. Mal sehen was wir tun werden. Ich glaub allerdings ich weiß es schon. Die Frauen drängen in die Einkaufstrassen. Na ja, wir Männer wahrscheinlich auch. Da gibt's jede Menge Elektronikgeschäfte.

20. Oktober 2006

Wie gestern schon angekündigt. Heute war frei und einkaufen angesagt.

Mit 10 Taxis ging's in die Altstadt. Unser Betreuer und Dolmetscher Leon hat allen Taxifahrern erklärt wo es hingehen soll. Einer hat's irgendwie nicht begriffen und wusste während der Fahrt nicht so richtig wohin. Durch aufmalen einer Teetasse auf einen Zettel wurde im klar das seine Fahrgäste zum berühmten Teehaus an der Neunbogen Brücke. Mitten in der Altstadt. Man muss sich nur zu helfen wissen.

Dann waren wir einkaufen, und wie:

2 Trompetenmundstücke, 1 Haarspange, 14 T-Shirts, 32 Ketten, 14 Taschen, 5 Drachen, 3 Buddhas, 8 Entspannungskugeln (na so was), 6 Armbänder, 2 Ohrringe, 2 Stative, 1 Bambus-Saxophon, Zuckerrohr, 2 Chinesische Masken, 9 Fächer, 2 Stadtpläne, 2 Pissende BabyBuddhas, 14 Minikimonos, 13 Krawatten, 6 Schriftzüge, 9 Uhren, 21 Stäbchensets, 4 Schals, 2 Bilder, 1 Taschenmesser, 3 Keramikmesser, 1 Kimono, 14 Tees, 2 Rollschuhe, 2 Namenstempel, 2 Teeservice, 7 Mundharmonikas, 3 Jade-Schildkröten, 3 Speicherkarten, 5 Filmkassetten, 3 Tassen, 1 Tischset, 2 Küchenhackbeile, 2 Bücher, 2 DVDs, 2 Sambarasseln.

Zum Transport: 3 Trollys, 1 Rucksacktrolly, 2 große Rucksäcke.

Ich kann nur sagen: "Wehe wenn sie losgelassen."

Nach dem Abendessen ging's nochmals mit 10 Taxis zum "Jin Mao Tower". Mit dem Aufzug in 45 Sekunden hinauf zum 88. Stock in ca. 400 m Höhe. Der Ausblick über das nächtliche, aber hell beleuchtete Shanghai war überwältigend. Das sind Eindrücke die man nie vergisst.

Morgen müssen wir schon um 6.30 Uhr zum Frühstück, den Geburtstag unseres Dirigenten Albi feiern. Er weiß es natürlich noch nicht, wir haben bei einem Bäcker eine große zweistöckige Torte bestellt. Wir feiern zusammen mit unseren russischen Freunden. Um 7.30 Uhr sitzen wir dann bereits im Bus. Es geht zu drei großen Veranstaltungen, unter anderem ein Auftritt bei der Firma "Yongda" (Audi). Der Tag wird äußerst anstrengend weshalb jetzt Bettruhe angesagt ist. Es ist jetzt in Shanghai 23.30 Uhr.

21. Oktober 2006

Heute ein anstrengender Tag für uns. Aufstehen 5.00 Uhr, Frühstück 6.30 Uhr, 6.45 Uhr Albis Geburtstag feiern. Das war vielleicht was. Eine Riesentorte wurde uns um 6.00 Uhr geliefert. Mindestens 70 cm im Durchmesser und sehr hoch. Viel Sahne. In chinesischer Schrift: "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag" mit roter Sahne draufgespritzt. Wunderschön! Kleine Geburtstagsrede. Und dann kams. Unsere russischen Tanzkinder hatten auf Deutsch einen Geburtstagspruch einstudiert. Sie nahmen in strammer Haltung ihre Aufstellung ein und trugen den Spruch, jeder immer ein Wort, vor. Dann tanzten sie nur für Albi den Kalinka. Da kamen so manchem die Tränen der Rührung. Albi war zu baff um noch viele Worte machen zu können. Dann die obligatorische Gratulationsreihe mit anschließendem Tortenessen. Wir schafften es tatsächlich alle um 7.30 Uhr in Bus zu sitzen. Los ging's in den Bezirk XunHui der Stadt Shanghai. Fahrtzeit eine Stunde. Wir wurden vor einem Theatersaal von vielen tanzenden und trommelnden Frauen begrüßt. Im Saal von einer chinesischen Blaskapelle. Die Menschen waren freundlich und äußerst zuvorkommend. Im Saal war für uns die erste Reihe reserviert. In jeder Armlehne steckte eine Flasche Wasser. Ansprache der Bürgermeisterin. Auftritt der russischen Kinder. Gefolgt von einem chinesischen Chor der "Kalinka" auf Russisch und "Freude schöner Gotterfunken" auf Deutsch sang. Dann diverse chinesische traditionelle Tanz- und Musikgruppen. Den Abschluss bildeten wir mit unserem Auftritt vor stehendem klatschendem Publikum. Händeschütteln mit dem Präsidenten des Kulturfestivals, der Bürgermeisterin und Geschenkeaustausch. Außerplanmäßig noch ein gemischter Auftritt vor der Halle zusammen mit der chinesischen Blaskapelle. Viele Fernsehkameras und Reporter im Saal und vor der Halle. Noch mehr Interviews. Von der Bürgermeisterin organisiertes Mittagessen in einem sehr feinen Restaurant. Dann die zweite Überraschung für Albi, auch für uns. Nochmals eine Riesentorte und Geburtstagszeremonie für Albi vom Bezirk XunHui. Da blieb einem die Spucke weg.

Nachmittags dann wieder mit dem Bus in ein großes Industriegebiet zum Auftritt bei der Firmengruppe Yongda. Wollten wir, ging aber zunächst nicht. Die Handbremse des Busses ging nicht auf. Aber das sind die Chinesen flexibel. Ein Schraubenzieher rein gesteckt und schon kann's losgehen. Auf einem riesigen roten Banner hinter der Bühne die "Noda-Biag'r" und das "Ensemble Balalajetschka Saint Petersburg", unsere russischen Freunde. Auch hier wieder Auftritt vor vielen Mitarbeitern. Und viele Geschenke -langsam wird's doch kritisch mit dem Rücktransport nach Deutschland. Auch das Banner könnten wir mitnehmen, wiegt aber bestimmt 30 kg. Mal sehen.

Zum letzten Auftritt des Tages in den Bezirk LuWan. Ein Edelbezirk. Die schönsten und teuersten Geschäfte. Ein Bobbel Eis kostet dort umgerechnet 2,50 Euro. Es geht auch ohne Eis. Wieder eine große Bühne in der Fußgängerzone und ein junger, sehr wichtiger - wie er meint- und aufgeregter Regisseur. Irgendwann waren wir uns über den Auftritt einig. Wir trafen dort sehr viele Deutsche die in Shanghai und der Umgebung leben. Auch hier wieder ein Auftritt in gleißendem Scheinwerferlicht und den nicht mehr wegzudenkenden Kameras. Warum sahen wir abends im Hotelzimmer. Einfach die Programme durchzappen. Die Noda-Biag'r finden man garantiert immer, Auftrettenderweise oder Interviewgebenderweise. Das wird schon langsam unheimlich.

Ein aufregender und anstrengender Tag ging mit dem Abendessen im Hotel zu Ende. Zum Nachtisch gab's die restliche Geburtstagstorte vom Frühstück und die von der Bürgermeisterin. Es aber immer noch ein Rest da, für Morgen.

22. Oktober 2006

Morgen starten wir unsere innerchinesische Konzertreise. Es geht nach Wuhan.

Zunächst hatten wir aber heute noch einen wunderbaren Tag in Shanghai.

Nach einem freien Vormittag ab in den Bezirk LuWan wieder in ein Konzerthaus. Den Ablauf beschreib ich hier nicht nochmals. Es läuft fast immer gleich ab. Wir spielten zur Eröffnung der Veranstaltung und am Schluss. Dann der Höhepunkt; Zu unserer Überraschung und zum Entsetzen der Veranstalter stürmten dutzende Zuschauer die Bühne und tanzten zu unseren Rhythmen wild mit. Der Saal war ein Hexenkessel. Zur weiteren Überraschung ließen aber die Verantwortlichen die Zuschauer dann doch gewähren. Das war sicher die vernünftigste Entscheidung. Unser Betreuer meinte, dies wäre außergewöhnlich. Am Ende mussten wir noch eine halbe Stunde auf der Bühne zum fotografieren, filmen usw. bleiben. Zum Abschluss dann ein Abendessen in einem sehr exklusiven Restaurant. Das zu beschrieben wäre einen eigenen Bericht wert. Umwerfend.

Zurzeit packen wir alles wieder ein. Alle Kisten, alle Koffer. Denn morgen geht's in der Frühe zum Flughafen und ab nach Wuhan. Dort bleiben wir eine Woche. Natürlich zusammen mit dem russischen Kinderballet. Ich hoffe auch von dort immer pünktlich einen Bericht schreiben zu können. Mal sehen.

23. Oktober 2006

Nach einem aufregenden Einchecken am Inlandsflughafen von Shanghai sind wir nach zweistündigem Flug gut in Wuhan angekommen. Alle 19 Kisten und 30 Koffer sind am Rollband aufgetaucht. Der auf uns wartende Bus war allerdings zu klein und musste ausgetauscht werden. Wuhan liegt am Jangste-Fluss ca. 1500 km flussaufwärts von Shanghai mitten in China. Ganz in der Nähe des neuen umstrittenen Staudammes. Keine besonderen Vorkommnisse während des Fluges. Außer das ein Steward eine heiße Tasse Kaffee über eines der russischen Mädchen gegossen hat und dass es einer Noda-Biag'rin ziemlich schlecht geworden ist. Der Flug war etwas unruhig. Sie lebt aber schon wieder. Das Abendessen, ziemlich chinesisch, hat Wunder gewirkt. Wir essen immer noch alles, ohne zu fragen. Ist sicherlich auch besser so. Aber es schmeckt.

Wuhan ist die renommierteste Universitätsstadt Chinas. Die viertgrößte Stadt des Landes. Aber eine völlig andere Welt, mit Shanghai nicht zu vergleichen. Wesentlich ruhiger, die Menschen sind freundlicher. Man sieht fast nur junge Leute, supermodisch gekleidet. Vor allem die jungen Chinesinnen. Eieiei!!! Unsere Jungs schwärmen schon aus. Hoffentlich kommen alle wieder. Von Touristen, außer uns, heute Abend beim Bummel ums Hotel keine Spur. Unser Hotel liegt mitten in der Stadt, direkt an der Fußgängerzone. Hier sind wir die Exoten. Es gab so manchen Menschenauflauf. Wie das wohl wird, wenn wir morgen Abend in der Fußgängerzone spielen?

Hier haben wir viel Freizeit für Besichtigungen. Morgen steht ein Tempelbesuch an in dem 500 Buddhas aufgestellt sind. Wir haben auch schon von unserer Minghui ("Morgensonne", sie wurde an einem Morgen beim Sonnenaufgang geboren) Verhaltensinfos bekommen.

24. Oktober 2006

Was zu befürchten war ist eingetroffen. Massenhysterie beim Konzert in der Fußgängerzone. Unser geplantes und genehmigtes Konzert direkt vor unserem Hotel in der Fußgängerzone von Wuhan wurde von der Polizei wegen riesigem Massenandrang vorzeitig abgebrochen. Damit haben wohl die Verantwortlichen nicht gerechnet. Das Konzert wurde aus Sicherheitsgründen nicht offiziell angekündigt. Trotzdem war eine riesige Menschenmenge zusammengelaufen als wir im Kostüm aus dem Hotel traten. Übrigens auf Anweisung ungeschminkt. Bereits in der Halle des Hotel waren einige Polizisten anwesend die uns rausbegleiteten. Als wir dann zu spielen begannen war nichts mehr zu halten. Die anwesende Polizei wurde immer nervöser und hatte keinen Einfluss mehr auf die Menschen. Nach vier Stücken und einem sehr kleinen Umzug (nur um den Platz herum) tauchten plötzlich, an den Uniformen zu erkennen, hochrangige Polizisten auf und verlangten von unserer chinesischen Begleiterin freundlich aber mit todernster Mine dass wir wieder Richtung Hoteleingang gehen und das Spielen einstellen sollen. Selbstverständlich wurde diesem Befehl sofort Folge geleistet. Wir sind immerhin in China, und das mitten drin. Da ticken die Uhren ganz anders. Vor dem Hoteleingang formierten wir uns noch mit der russischen Tanzgruppe zum Fotografieren. Dort durften wir dann noch ein kurzes Stück spielen, mussten dann aber sofort im Hotel verschwinden. Zum Ausgleich wurde uns ein zusätzlicher Auftritt für Morgen versprochen. Wo genau ist uns noch nicht bekannt. Sicher an einem besser kontrollierbaren Ort.

Bei all der Aufregung habe ich den heutigen Vormittag vergessen. Wir konnten einen auf einem Hügel liegenden Park mit einer riesigen Glocke und einer uralten Pagode besichtigen. Vor dort gibt's einen wunderschönen Blick über den Jangtze-Fluss auf die andere Stadtseite.

Inzwischen liegen alle im Bett (fast alle, eine kleine Gruppe unserer Noda-Biag'r hat immer was zu feiern; wer uns kennt weiß wen ich meine) denn morgen müssen wir wieder fit sein.

25. Oktober 2006

Der Auftritt heute verlief wesentlich ruhiger als der gestern. Er fand auf einem Messegelände statt und diente der Werbung für eine Veranstaltung die am Freitag stattfindet. Wir nutzten diesen Auftritt um mit der russischen Tanzgruppe zu proben da wir bei dieser Veranstaltung einen gemeinsamen eineinhalbstündigen Auftritt absolvieren müssen. Es klappt hervorragend, haben wir doch in unserem Repertoire einige russische Lieder die für die Tänze der Kinder bestens geeignet sind. Das wird sicherlich wieder ein Höhepunkt.

Der Besuch des Tempels mit 500 Buddhas fand erst heute statt. Es ist schon überwältigend was man zu sehen bekommt. Und macht einen auch nachdenklich. Eine kleine Begebenheit dazu. Dieser Tempel hat vier Eingänge. In dem Tempel sind lange Reihen mit verschiedenen Buddhas aufgestellt die jeweils links und rechts der Eingänge beginnen. Die Legende sagt nun folgendes. Betritt man einen der Eingänge zuerst mit dem linken Fuß muss man nach links abbiegen, wenn mit dem rechten Fuß zuerst, nach dann rechts. Nun gilt es entsprechend seines Alters die Buddhas abzuzählen. Eine Frau muss zu ihrem Alter eine Zahl dazuzählen. Dieser Buddha, den man dann antrifft entspricht seinem eigenen Wesen. Wer nun unseren Manne kennt weiß, das er immer und in jeder Situation schlafen kann und es auch tut. Der Buddha, den er entsprechend seines Alters in der linken Reihe, (er betrat mit dem linken Fuß zuerst den Tempel) antraf, war ein schlafender Buddha. Ob das jetzt Zufall war?

Nach dem Abendessen war wieder Shopping angesagt. Das chinesische Geld muss weg. Denn ab Morgen ist es mit unserer Freizeit so gut wie vorbei. Und es gibt so viele schöne Sachen hier. Ich denke schon ernsthaft über unseren Rückflug nach. Wie wir das wohl machen mit all den Gastgeschenken und Einkäufen?

26. Oktober 2006

Heute früh sind in einigen Zeitungen von Wuhan Bilder und Berichte von unseren Auftritten erschienen. Auch hier hat sich unsere Anwesenheit schnell herumgesprochen. Der Auftritt heute Abend war gigantisch. Auf einer riesigen Bühne am Hafen eines Seitenarms des Yangtze-Flusses war alles für unseren Auftritt vorbereitet. Mit uns mein ich immer die "Noda-Biag'r" und das "Ensemble Balalajetschka Saint Petersburg". Wir wechselten uns mit den Vorführungen ab und dazwischen traten drei chinesische Akrobatikgruppen auf. Das Ganze dauerte ca. zwei Stunden. Es war bereits Abend und durch das Scheinwerferlicht konnten wir nicht erkennen wie viele Zuschauer anwesend waren. Man erzählte uns danach von 10tausenden. Bei den anschließenden Foto- und Gesprächsterminen erfuhren wir, dass viele aus den Zeitungen von der Veranstaltung gelesen hatten und unbedingt dabei sein wollten. Hier in Wuhan wird nicht so viel Werbung dafür gemacht. Aus bekannten Gründen. Die Oberen haben Angst vor Ausuferungen. Es lief aber heute alles ruhig ab. Das Gelände war auch weiträumig abgesperrt.

Die ersten Instrumentreparaturen stehen an. Eine Trommel wurde schon durchgeschlagen.

Morgen geht's bereits um 8.00 Uhr mit dem Bus los. Drei Großveranstaltungen stehen auf dem Plan. Allerdings wurde die ganze Planung geändert. Es hat sich nämlich überraschend der Kulturminister Chinas angekündigt. Das war nicht geplant. Die Verantwortlichen stehen Kopf und sitzen immer noch zusammen und beraten. Die Sicherheitsvorkehrungen werden enorm sein. Heute Abend wurden uns schon spezielle Ausweise ausgeteilt. Das kann ja heiter werden.

27. Oktober 2006

Lang-Fing hat zugeschlagen, Lang-Fing-Fang war aber schneller. Wir wurden immer gewarnt vor Dieben, vor allem in Wuhan. Bis heute war nichts passiert. Aber jetzt. Noda-Biag'r in der Fußgängerzone. Plötzlich ein riesen Geschrei einiger Chinesen. In Sekundenschnelle ist die Polizei mit einem Kleinbus da und stellt zwei Einheimische. Der eine legt eine Fotokamera auf den Boden und flüchtet. Einer der Noda-Biag'r: "Die sieht aus wie meine". Es war seine. Völlig unbemerkt aus der Gürteltasche geklaut.

In Wuhan wurde heute die "Erste Central Chinesische Kultur- und Industrie Messe" eröffnet. Die Musikalische Umrahmung der Eröffnungsveranstaltung war unsere Aufgabe. Teams sämtlicher chinesischer Fernsehsender und Reporter aller Zeitungen zur Lifeübertragung waren schon anwesend als wir vor der Bühne an einer genau vorgeschrieben Stelle Aufstellung für Fotos und Interviews nehmen mussten. Bekämen wir für jedes Foto das von uns in den vierzehn Tagen gemacht wurde einen Euro, ich glaube wir hätten ausgesorgt. Die Eröffnung begann mit Ansprachen der Ministerpräsidenten der sieben beteiligten Provinzen. Den Eröffnungsstartschuss gab eine Frau aus Peking. Sie soll zu den zehn höchsten Politikern Chinas zählen. Wenn man den Sicherheitsaufwand, die hunderte Polizisten in Reih und Glied und die roten Teppiche sah wird das wohl stimmen. Kurz nach dem Startschuss gehörte die Bühne für eine halbe Stunde uns. Noch ein bisschen mehr Zeit und die Chinesen hätten vielleicht das Schunkeln begriffen. Anschließend waren wir begeistert von mehreren chinesischen Trommelgruppen. Schillernde Kostüme in allen Farben lachten uns an. Am liebsten hätten wir alles mitgenommen. Diesmal zückten wir die Kameras um sämtliche Details festzuhalten.

Den restlichen Tag zu beschreiben würde den Rahmen des Tagebuches sprengen. Wir werden zuhause davon berichten. Die zwei Wochen sind fast vorbei und wir fragen uns manchmal immer noch: "Sind wir tatsächlich in China?" Erst daheim werden wir alles realisieren können. Alle freuen sich schon auf Schnitzel mit Spätzla und Soß. Heimat ist und bleibt Heimat.

Zwei wichtige Tage in Shanghai liegen noch vor uns. Wir freuen uns schon darauf. Zunächst heißt es aber alles wieder einpacken denn morgen fliegen wir wieder zurück nach Shanghai. Dann wird es nochmals spannend.

28. Oktober 2006

Umzug mit Sack und Pack von Wuhan nach Shanghai gelungen. In Shanghai angekommen ging's wieder typisch chinesisch weiter. Zack, Zack - Schnell, Schnell in Bus und LKW einladen und mit Warnblickanlage zum Hotel. In Wuhan ging alles etwas ruhiger zu. Die Shanghai-Hektik waren wir schon gewohnt und hatten die in Wuhan etwas vermisst was Moni veranlasste bei der Busfahrt zum Hotel auszurufen: "Endlich wieder zuhause!!!". 45 Minuten hatten wir Zeit auszuladen, einzuchecken, Instrumentenkisten auszupacken, dann Kostüm an und ab wieder in den Bus zum Auftritt ins Zentrum. Ein wichtiger Auftritt, denn er galt den Sponsoren des Festivals. Alles lief glatt, die vielen Zuschauer begeistert. Unsere Russenkinder tanzten wieder wunderbar. Eine wunderschön geschmückte Bühne, alles wurde auf einer großen Videoleinwand übertragen damit die hintersten Zuschauer auch etwas davon hatten. Unser Dolmetscher Leon war nicht mit in Wuhan und hat in der Zwischenzeit Zeitungen und Hefte mit Bildern und Berichten von uns gesammelt. Unglaublich. Auch in Wuhan gab es viele Berichte und Fernsehsendungen.

Am Abend waren unsere beiden Gruppen ("Noda-Biag'r" und das "Ensemble Balalajetschka Saint Petersburg") vom Veranstalter zu einem besonderen Abendessen eingeladen. Dankesreden von allen Seiten, Geschenke ausgetauscht, Noda-Biag'r-Orden verliehen, Caps verteilt, alle waren glücklich.

Die Idee nochmals spontan für unsere russischen Freunde im großen Hotelsaal zu spielen fand auch die Hotelchefin hervorragend. Allerdings musste dazu erst eine Genehmigung bei der Polizei eingeholt werden. Die Erlaubnis kam prompt, allerdings nur für zehn Minuten. Um das zu überwachen tauchte auch sofort ein Polizist im Hotel auf. Unser Spiel dauerte aber 15 Minuten. Ein ausflippender Polizist war das Ergebnis. War aber der Hotelchefin relativ egal.

Dann kam das Meer der Tränen. Es galt Abschied von den Russischen Kindern und deren Betreurinnen zu nehmen denn die Gruppe fliegt bereits morgen sehr früh zurück nach St. Petersburg. Herzzerreisende Szenen spielten sich ab. Adressen und Zettelchen wurden getauscht und Wiedersehen versprochen. Wäre ja zu schön.

Morgen haben wir unseren letzten Auftritt in China am berühmten Teehaus im YuYuan Garden. Dem Ziel aller Touristen in Shanghai. Das wird noch ein ganz besonderes Erlebnis für uns. Dann heißt es auch für uns Abschied nehmen und zurück nach Deutschland. Abflug 23.55 Uhr Ortszeit wahrscheinlich mit ziemlich viel Übergepäck. Lassen wir uns überraschen. Nach Möglichkeit werde ich morgen Abend dann den letzten Bericht aus China schreiben.

29. Oktober 2006

Noch ein schneller Bericht von heute. Wir sind bereits am einpacken für den großen Heimflug. Der Auftritt im YuYuan Garten in Shanghai war einer unserer Höhepunkte. Heute ist in China ein besonderer Tag, das hängt mit den Monden zusammen, heute ist daher auch ein großer Heiratstag, unzählige Brautpaare sind unterwegs, deshalb sind auch Massen von Chinesen und Touristen in der Stadt. Genau richtig für unseren Auftritt. Es war einfach super. Zum Abschluss genau das richtige. Der Regisseur war endlich glücklich und hat sogar Beifall geklatscht.

Beinahe wäre noch was schief gegangen. Sven vergisst im Hotel seinen Trommelgurt. Kein Problem, aus dem Gepäcknetz des Busses wurde kurzerhand etwas Passendes gebastelt. Gerettet. Nicht genug, Minni-Moni hat ihre Trompete vergessen. Sie wurde ruckzuck zum Rassler erklärt und war plötzlich in der Trommelgruppe. Auch kein Problem.

Anschließend blieben uns noch 45 Minuten Zeit unser restliches Chinageld auszugeben. Wieder kein Problem. Alle schwärmten aus und kauften noch dies und das. Am Schluss mussten wir noch manche Noda-Biag'rin mit Gewalt aus dem Bazar zerren. Alles geht einmal zu Ende.

Jetzt wird gepackt, gewogen und verteilt. Hast Du noch Platz und Gewicht frei? Nimm Du das noch mit und ich das. So geht's jetzt quer durch die Zimmer. Duschen sollten wir auch noch, und Abendessen. Dann mit dem Bus nach PuDong zum Flughafen und ab nach Hause in die Traube. Schnitzelessen.

Der nächste Bericht kommt dann aus Donzdorf.

30. Oktober 2006

Wir sind wieder Zuhause. Mit wehmütigen Gedanken haben wir China verlassen und sind wieder in Donzdorf eingetroffen. Noch eine Woche Shanghai hätten wir locker ausgehalten. Nach dem ganzen Einpackstress hatten wir eine abenteuerliche Busfahrt zum Flughafen. Die Zeit war knapp. Die ganzen Eincheckformalitäten mussten noch erledigt werden. Das Problem mit unserem Gepäckübergewicht konnten wir geschickt umgehen. Unsere Instrumentenkisten passten nämlich nicht durch den Scanner für die Reisekoffer. Also ab mit den Kisten zu einem anderen Schalter und durch diesen Scanner. Die Schalterchinesen hatten aber in der Eile dann vergessen beide Gewichtsergebnisse zusammen zu zählen. Glück für uns. Wir hatten nämlich gewaltig Übergewicht. Wäre teuer geworden.

Ab ins Flugzeug und in einem Nachtflug nach Frankfurt. Nach diesen zwei anstrengenden Wochen war selbst im unbequemsten Flugzeugsitz das Schlafen kein Problem. Eine Hürde musste noch gemeistert werden. Der deutsche Zoll. Wir hatten nichts Unerlaubtes dabei und auch alle gemeldeten Instrumente wieder in die Kisten verpackt. Nur das Auspacken und kontrollieren wäre äußerst aufwendig gewesen. Auf die Frage des Zollbeamten als er unsere 19 Kisten und 33 Koffer nebst Handgepäck sah: "Mein Gott, was haben Sie denn da dabei?" schilderten wir ihm in allen Farben unsere Reise. Seine Antwort: "Unglaublich, bringen Sie alles wieder gut nach Hause." Das war's.

Nach einer dreistündigen Busfahrt nach Donzdorf feierten wir den Abschluss unseres China-Ausfluges in der Traube mit zünftigem "Schnitzel mit Spätzla und Kartoffelsalatessen" natürlich mit Stäbchen. Wer isst schon Schnitzel mit Messer und Gabel. In China kein Mensch. Und wir auch nicht. Dem Wirt haben wir dafür ein chinesisches Hackmesser zum mundgerechten Teilen der Schnitzel mitgebracht. Der Wirtin einen Fächer falls es dem Wirt dabei zu warm wird.

So liebe Leser, das war das Tagebuch der Chinareise. In Kürze finden Sie auf dieser Seite eine ausführliche Bildergalerie mit einer großen Auswahl der ca. 20 000 Bilder (diese Menge ist mit Digitalkameras überhaupt kein Problem) die wir insgesamt während der Reise geschossen haben.

Diese Reise war für uns das schönste und größte Erlebnis das wir bis jetzt hatten!!!!!!!!